Murat Mümtaz Gök
Murat Mümtaz Gök
Giriş Tarihi : 07-04-2016 00:48

Eine Frage der Einbildung

 

Frei nach Balthasar Gracian steige ich in meine hier veröffentliche Rede zur Freiheit der Wissenschaft wie folgt ein: Wie auch im allgemeinen Leben zeigt sich, daß man nicht unter übermäßigen Erwartungen auftreten sollte, denn das gewöhnliche Unglück alles sehr Gerühmten ist daß es der übertriebenen Vorstellung, die man sich von ihm machte, nachmals nicht gleich kommen kann. Nie kann das Wirkliche das Eingebildete erreichen: denn sich Vollkommenheiten denken, ist leicht; sie verwirklichen sehr schwer. Die Einbildungskraft verbindet sich mit dem Wunsche und stellt sich daher stets viel mehr vor, als die Dinge sind. Wie groß nun auch die Vortrefflichkeiten sein mögen, so reichen sie doch nicht hin, den vorgefaßten Begriff zu befriedigen: und da sie ihn unter der Täuschung seiner ausschweifenden Erwartung vorfinden; so werden sie eher seinen Irrtum zerstören, als Bewunderung erregen. Die Hoffnung ist eine große Verfälscherin der Wahrheit: die Klugheit weise sie zurecht und sorge dafür, daß der Genuß die Erwartung übertreffe. Daß man beim Auftreten schon einigermaßen die Meinung für sich habe, dient die Aufmerksamkeit zu erregen, ohne dem Gegenstand derselben Verpflichtungen aufzulegen. Viel besser ist es immer, wenn die Wirklichkeit die Erwartung übersteigt und mehr ist als man gedacht hatte. Diese Regel wird falsch beim Schlimmen: denn da diesem die Übertreibung zu statten kommt, so steht man solche gern widerlegt, und dann gelangt das, was als ganz abscheulich gefürchtet wurde, noch dahin, erträglich zu scheinen.

 

Das Ergebnis vieler wissenschaftlicher Arbeit wird verfälscht, die Ziele verkehrt gesetzt und nicht etwa zum Wohle der Menschheit, weil sich oftmals eine übertriebene falsche Vorstellung vom Ruhm und von der Ehre sich in die persönliche Entscheidungsfindung der Menschen einschleicht, die in Zusammenhängen arbeiten, die ihnen Wege des vermeintlichen Aufstieges bieten. So wird ein Forschungsfeld nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und nach dem Potential der Erlangung öffentlichen Ruhmes ausgesucht, der junge Wissenschaftler sieht im Vordergrund seine persönliche Reputation und ist zu jeder weiteren Schandtat bereit. Ethische Aspekte rücken in den Hintergrund und vermeintlich höhere Ziele gewinnen die Führung. Dabei drängt sich die falsche Vorstellung von dem was höher ist und schwerer wiegt auf und verselbstständigt sich bis dorthin, wo das Forschungsfeld, dem man gerade dient zum beherrschenden Monster wird. Nicht die Hölle ist dann der Herr des Cerberus, sondern der Cerberus selbst beherrscht dann die Hölle. Man denke an Wissenschaftler, die in der Vergangenheit Massenvernichtungsmittel erfunden haben und statt für die Menschheit gegen die Menschheit gearbeitet haben, alles unter dem Dache der falschen Vorstellung und dem “Wunsche”.

 

Ein Arzt, der es sich zur Aufgabe und zum Wunsche gemacht hat Menschen zu heilen ist dem Arzt vorzuziehen, der das Handwerk und die Wissenschaft der Arznei und Medizin deshalb erlernt hat, um sich im Ruhme zu baden und aufzuwarten damit, der Arzt des Königs zu sein und vom Ruhme des Herrschers zu partizipieren. Ist nun seine einzige Motivation die, möglichst viel Ruhm zu bekommen und sein geringstes Interesse seiner Wissenschaftlichen Verantwortung zugewandt, wird er fähig sein Menschen zu schaden statt zu helfen. Ausgestattet mit großer Macht wird dies zu Unglück treiben, wie etwa bei Dr.Mengele, dem die Macht über Menschen nichts als Unheil und mit ihm nichts als Unheil über die Menschen gebracht hat.

 

Glück im Leben ist Ruhm im Leben vorzuziehen und nicht immer bringt Ruhm Glück!

 

So halte es mit Balthasar Gracian und ziehe ein qualitätvolles Leben einem sinnlos langen vor:

 

Das Intensive höher als das Extensive schätzen

 

Die Vollkommenheit besteht nicht in der Quantität, sondern in der Qualität. Alles Vortreffliche ist stets wenig und selten: die Menge und Masse einer Sache macht sie geringgeschätzt. Sogar unter den Menschen sind die Riesen meistens die eigentlichen Zwerge. Einige schätzen die Bücher nach ihrer Dicke; als ob sie geschrieben wären, die Arme, nicht die Köpfe daran zu üben. Das Extensive allein führt nie über die Mittelmäßigkeit hinaus, und es ist das Leiden der universellen Köpfe, daß sie, um in Allem zu Hause zu seyn, es nirgends sind. Hingegen ist es das Intensive, woraus die Vortrefflichkeit entspringt, und zwar eine heroische, wenn in erhabener Gattung. (Zitat - Balthasar Gracian)

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  • 3 Beşiktaş 65 34
  • 4 Trabzonspor 63 34
  • 5 Yeni Malatyaspor 47 34
  • 6 Fenerbahçe 46 34
  • 7 Antalyaspor 45 34
  • 8 Atiker Konyaspor 44 34
  • 9 Alanyaspor 44 34
  • 10 Kayserispor 41 34
  • 11 Çaykur Rizespor 41 34
  • 12 Sivasspor 41 34
  • 13 MKE Ankaragücü 40 34
  • 14 Kasımpaşa 39 34
  • 15 Göztepe 38 34
  • 16 Bursaspor 37 34
  • 17 BB Erzurumspor 35 34
  • 18 Akhisarspor 27 34
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