Bilgehan Pamuk
Bilgehan Pamuk
Giriş Tarihi : 07-04-2016 00:55

Waffenstillstand..

 

Der Widerstand der Bevölkerung der Provinz Antep ist ein glänzendes Beispiel für die Kraft und Opferbereitschaft von Menschen die der Wille der Freiheit und Unabhängigkeit geeint hat. Ein Beispiel, welches dritten Beobachtern den Stolz eines Volkes und eine unvergleichliche Willenskraft der Menschen vorführt, die es geschafft haben sich aus einer völlig verzweifelten Lage zu erretten. Ein Wunder, das die Volks Seele vereinte und für die Freiheit der gesamten Türkei steht.

 

Dieser Widerstand hat nicht nur eine intensive Bedeutung für das Schicksal der Türkei gehabt, sondern eine einschneidende weltverändernde Bedeutung für die gesamte Welt.

In der Zeit des ersten Weltkrieges und danach, in einer Zeit der großen Ereignisse und Veränderungen nimmt der Widerstand Gazianteps eine sehr bedeutungsvolle, wenn nicht entscheidende Rolle ein. In einer Zeit, in der viele Imperien zusammengebrochen sind, ist auch das osmanische Reich nicht verschont geblieben. Und in solch einer Zeit, in der der Niedergang des osmanischen Reiches und die Auferstehung der Republik Türkei positioniert ist nimmt der Widerstand Gazianteps eine lebenswichtige geostrategische und politisch bedeutsame und historische Position ein.

 

Dieser Widerstand, gegen die Engländer die sich in Nordsyrien etablieren wollten und gegen Frankreich, das sich in der Provinzregion strategisch niederließ hat Geschichte geschrieben und die Auswirkungen sind bis heute in der Existenz der Türkei manifestiert.

 

Am 15.Januar 1919 änderte sich das Gleichgewicht Gazianteps vollkommen. Die Engländer offenbarten ihre wahre Absicht nun ganz klar. Sie besetzten offiziell die Provinz und Stadt Gaziantep. Es folgte eine harte unbarmherzige Führung durch die Besatzung. Die Besatzung erschütterte die Bürger Gazianteps existenziell. Um etwaige Aufstände im Keim zu ersticken führten die Engländer das besetzte Gaziantep auf grausame Weise. Armenische Bevölkerungsteile wurden aktiviert und gegen den Rest der Bevölkerung radikalisiert. Dies beunruhigte die Gaziantep’er Bevölkerung in besonderem Maße. In sehr kurzer Zeit formierte sich aus dieser Beschwerde ein offen formuliertes Entsetzen geäußert ganz zu förderst durch die Cemiyet-i Islamiye.

Die Unzufriedenheit mit der Situation vermehrte sich zusehends und schnell.

Die einheimische Bevölkerung litt unter Unterdrückung, willkürlichen Übergriffen, Folter und Elend. Die Lage war schlecht und schien aussichtslos.

 

Der am 30.Oktober 1918 unterschriebene Waffenstillstands Vertrag von Moundros sollte nicht etwa die imperialen Bestrebungen der Alliierten beenden, sondern im Gegenteil erst die vollständige Annektierung und Besatzung juristisch begründen und besiegeln. Insbesondere der Paragraph 7 der Vereinbarung gab den Alliierten Mächten, insbesondere England, das Recht im Falle von “Unruhen” nach Belieben die entsprechenden Regionen zu besetzen.

 

Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes gaben die Osmanen ihre verbleibenden Stellungen außerhalb Anatoliens auf und übertrugen den Alliierten die Berechtigung, Festungen zu übernehmen, die Dardanellen, den Bosporus, Istanbul (§1), alle Häfen, Eisenbahnverbindungen (§15), Funkverkehr (§12) und die gesamte Flotte an der anatolischen Küstenlinie zu kontrollieren, „im Fall von Unruhen“ die „sechs armenischen Provinzen“ in Ostanatolien zu besetzen (§24) und im Falle einer Bedrohung der alliierten Sicherheit „jeden strategischen Punkt“ zu erobern. Die osmanische Armee wurde abgerüstet und türkische Häfen, Eisenbahnen und andere strategische Punkte wurden der Benutzung durch die Alliierten zur Verfügung gestellt.

Die Vereinbarung war also eine rein britisch-türkische Angelegenheit. Jedoch waren die meisten Klauseln am 7. Oktober 1918 bei einer Konferenz der Alliierten gemeinsam erarbeitet worden. Im endgültigen Dokument gab es aber zwei bedeutende Klauseländerungen:

• der Originalentwurf forderte den sofortigen Abzug der türkischen Truppen aus Kilikien, die endgültige Version gab der Türkei das Recht zu bleiben, falls es zur Aufrechterhaltung von Gesetz und Ordnung nötig war; Kilikien war ein Gebiet, das die Franzosen nach dem Krieg als unter ihrem Einflussbereich stehend sahen, mit dieser Klauseländerung wurden Frankreichs Interessen am Nahen Osten attackiert,

der Originalentwurf gab den alliierten Truppen das Recht, beliebige strategische Punkte zu belagern, die endgültige Version fügte hinzu „im Falle einer Situation, die die Sicherheit der Alliierten bedroht“; eine Formulierung, die türkische Innenangelegenheiten beachtete, aber die Tür für Aktionen offen ließ, insbesondere hinsichtlich Aktionen zur Verhinderung der Verbreitung des Bolschewismus aus Russland.

 

Zunächst verhielten sich die Engländer unauffällig und ließen keinen Anlass entstehen, der geeignet gewesen wäre Aufstände durch die angespannte, aber noch ruhige Bevölkerung aufflammen zu lassen. England pflegte das Ziel der Entwicklung guter Beziehungen zur Bevölkerung.

 

Jedoch die in den Ergänzungsvereinbarungen in Nachteile gedrängte französische Sache geriet außer Kontrolle der Engländer. Ab dem 25.Januar begannen die Franzosen parallel zur Besetzung NordSyriens Antep zu besetzen, nachdem Frankreich bereits im Vorfeld die englische Vorherrschaft und Besatzung zu Gunsten Englands scharf kritisiert hatte. gegen die Vereinbarung von Moundros wurde Antep durch die Franzosen besetzt. Mit der Besetzung Anteps durch die Franzosen begannen unschöne Ereignisse ihren Lauf zu nehmen. Um die Kontrolle und Besatzung aufrecht zu erhalten bediente sich die französische Besatzungsmacht willkürlich des Besitzes und der Ressourcen der Einheimischen Bevölkerung und bestärkte die armenischen Bevölkerungsanteile darin den Rest der Bevölkerung zu unterdrücken. Überhaupt verwendete die französische Besatzung regelmäßig Armenier gegen die Bevölkerung und ließ grausame Taten gegen die Menschlichkeit zu, so zum Beispiel den Genozid an der einheimischen osmanischen Bevölkerung. Trotz allem versuchte die osmanische Administration die Ruhe aufrecht zu erhalten und tat alles, damit ja kein Volksaufstand entsteht. Die grausamen Übergriffe der Armenier erweiterten sich in der Folge auch außerhalb der Stadt, auch weit in das Land hinein.

Als nun das Volk erkannte, dass die Besetzung durch die Franzosen und Armenier sich zu einer bleibenden Eroberung gestalten sollten entwickelte sich im Volk der Wille zum jetzt nicht nur passiven, sondern auch zunehmend aktiven Widerstand.

Unter dem Motto “keine Fremdmächte auf islamischem Boden” begann der Widerstand seinen Lauf zu nehmen, schließlich mit der Erschießung Kamils, der die Besatzungsfahne abzunehmen versuchte, entflammte der absolute Wille zum Widerstand, ein marginal und eigentlich völlig unzureichend bewaffneter Widerstand gegen eine organisierte Besatzungsmacht sollte dieser Besatzungsmacht zeigen, was ein entschlossener und zu allem bereiter Kampf der Einheimischen die den Tot ins Auge gefasst hatten wirklich bedeutete. Es begann ein asymetrischer Kampf der Bevölkerung nach den Prinzipien einer modernen Stadtguerilla. Die Anteper schlossen sich unter dem Aspekt Nation/Religion/Politik zu einer Faust zusammen. Sie erkannten, dass sie eine besondere Strategie fahren müssen um gegen die Übermacht eines organisierten Heeres der Besatzer anzukommen. Ständige Positionswechsel innerhalb der Stadt, sich ständig verändernde und in Bewegung befindliche Frontlinien und eine Zermürbungsstragie mit Anschlägen boten Erfolge. Aus Restanatolien kam Unterstützung. Waffen und Munition, sofern vorhanden wurde geliefert. Der Widerstand wurde stärker, zwar unter widrigsten und erbarmungslosesten Umständen, aber er wurde stärker im Willen und in der Kraft der Durchsetzung.

 

Die Anteper waren entschlossen den Franzosen Verluste in möglichst großer Anzahl zuzufügen. Ihnen gereichte die Ortskenntnis zum Vorteil und sie griffen die Schwachstellen der Franzosen entschlossen und ausdauernd an. Täglich beklagten die Franzosen zermürbende Verluste. Der Widerstand baute auf eine dauerhafte Stress Strategie und glaubte daran, dass man den Franzosen das Leben nur lang und ausdauernd genug schwer machen müsse, damit diese am Ende aufgeben und zermürbt den Rückzug antreten.

Die Strategie der Franzosen war klassisch. Den Widerstand mit massivsten Mitteln niederringen und die Dauerbesatzung etablieren.

 

Im Jahr 1920 spitzte sich die Situation zu. Die Dachorganisation des Widerstandes die Heyet-i Merkeziye beschloss die schwer bewaffneten Truppen der Besatzer nicht mehr in der Stadt, sondern offen im Feld in einem offenen Schlagabtausch zu bekämpfen. Erfolge führten dazu, dass der Weg zwischen Antep und Maras den Franzosen verschlossen wurde und genau so sollte auch der Weg Antep-Kilis verschlossen werden, wenn auch nur teilweise gelungen. Die Schwachstellen der Franzosen wurden zum Ziel.Die Franzosen die mit Landgewinn bemüht waren mussten zahlreiche Verluste beklagen. Ab Mai 1920 konnte den Franzosen der Nachschub und jede Hilfe abgeschnitten werden. Kommandant Sahinbey, der verantwortlich dafür zeichnete den Franzosen den Antep-Kilis Weg erfolgreich abgeschnitten zu haben befahl den Franzosen die Stadt zu verlassen. Dies verletzte den Stolz der Franzosen, sodass dies schnell zu einer Frage der Ehre wurde und Frankreich beschloss ein großes Heer zu entsenden. Dies sollte für den Widerstand Sahinbeys unangenehme Dimensionen annehmen. Auch wenn Sahinbey und der Widerstand zu allem bereit waren, musste der Widerstand wider in der Stadt konzentriert werden. Dies geschah dann mit der Ankunft des französischen Unterstützungsheeres in Antep.

 

Der Widerstand gab nicht auf, Entweder Freiheit oder Tod hieß das Motto und die Stadtguerilla beherrschte es die Ortskenntnisse erfolgreich gegen die Franzosen zu nutzen. Jeder Strassenwinkel, jede Gasse, jedes Haus, jedes Loch wurden zur robusten Bastion gegen die Französischen Besatzer. Ein zermürbender Guerilla Kampf schwächte jeden Tag die Franzosen ein Stück mehr. Nachschub erhielt der Widerstand von anderen Widerstandsgruppen aus Rest Anatolien und aus dem Nahen Osten.

 

Die so zermürbte französische Administration und Militärmacht bot letzten Endes eine Waffenstillstandsvereinbarung an.

Für eine Weile trat der Waffenstillstand ein.

 

Da dieser Waffenstillstand nur vorübergehender Natur war stellte sich bald wieder der Kampf ein...(Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe)

NELER SÖYLENDİ?
@
NAMAZ VAKİTLERİ
PUAN DURUMU
  •   Takım P O
  • 1 Galatasaray 69 34
  • 2 Medipol Başakşehir 67 34
  • 3 Beşiktaş 65 34
  • 4 Trabzonspor 63 34
  • 5 Yeni Malatyaspor 47 34
  • 6 Fenerbahçe 46 34
  • 7 Antalyaspor 45 34
  • 8 Atiker Konyaspor 44 34
  • 9 Alanyaspor 44 34
  • 10 Kayserispor 41 34
  • 11 Çaykur Rizespor 41 34
  • 12 Sivasspor 41 34
  • 13 MKE Ankaragücü 40 34
  • 14 Kasımpaşa 39 34
  • 15 Göztepe 38 34
  • 16 Bursaspor 37 34
  • 17 BB Erzurumspor 35 34
  • 18 Akhisarspor 27 34
HAVA DURUMU
Gazete Manşetleri
Yol Durumu
E-GAZETE
Frankfurt Başkonsolosluğunun
ANKET OYLAMA TÜMÜ
GÜNÜN KARİKATÜRÜ
Avrupa Olay Gazetesi 87.Sayı
E-Bülten Kayıt
ARŞİV ARAMA