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Dialog und Unterstützung
Murat Mümtaz Gök

Dialog und Unterstützung

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ein Planet ist ein Lebensraum, ein Planet ist groß und der Lebensraum, den er bietet ist aus der menschlichen Perspektive sicherlich für nur ein Leben unfassbar endlos großer Raum. Physikalisch betrachtet ist aber dieser Raum durch die drei Dimensionen des Körpers ein begrenzter Raum, gerade so groß wie das Volumen des Planeten, oder seine Oberfläche, je nach dem was für ein Lebewesen die Betrachtung anstellt und was diesem als Lebensraum dient. Aus menschlicher Perspektive, so könnte das Paradox an dieser Stelle aber lauten, sollte doch der Lebensraum nicht die Grenze zu den Dingen stellen, die da noch existieren. Weit hinter dem körperlichen Leben des Menschen ist doch auch noch sein geistiges Leben, das immer bestrebt war und auch heute noch ist und in Zukunft auch bestrebt sein wird, die Grenzen seines Daseins zu durchbrechen und an Orte zu gelangen, welche nicht durch die oberflächliche Physik der Dinge beschränkt sind. Orte die bei näherer Betrachtung gar nicht so weit weg sind von dem alltäglichen Leben, wie wir es zunächst denken mögen. Die Begrenzung des physischen Lebensraumes zwingt dem Menschen geradezu auf, sich in geistiger Hinsicht zu erweitern. Denn nur die geistige Dimension erlaubt ein fortbestehen einer Vielzahl von Lebewesen, insbesondere des Menschen auf unserem Planeten. Die besten Beispiele für das Versagen des Geistes sind um uns herum in den Krisen und Kriegen, Attentaten und Gewaltausbrüchen und in den territorialen Auseinandersetzungen, in der Armut und im Hunger ganzer Gruppen von Menschen zu sehen. Ein Mangel an Geist hat wohl in all diesen Übeln das Fehlen von Dialog und Unterstützung, von Barmherzigkeit und Brüderlichkeit bedingt. Denn der Geistesraum des Dialoges und der Unterstützung ist ein Raum, der Krisen und Übel zu besiegen vermag. Ob im Kleinen oder Global, das Bestreben des Dialoges und der Wille der gegenseitigen freundschaftlich brüderlichen Unterstützung ist nicht nur in Krisenzeiten, sondern weit davor ein Weg des Friedens und des Lebens, ein Weg der uns die Türen für die Wohlfahrt aller Nationen zu öffnen vermag und Nachbarn zu Nachbarn im Herzen macht. Sie ist eine Kraft, welche die Grenzen der verschiedenen Sprachen und Kulturen aufbricht und wandelt in weit offen stehende Tore der Erkenntnis. Dialog und Unterstützung in unserem Handeln bedeutet den Sieg über Missgunst und Übel. Dialog und Unterstützung bedeutet Erweiterung des Wissens. Betrachtet man die Entwicklung der Raumfahrt in den frühen 50 und 60er Jahren, so fällt auf, dass mangelnder Austausch und bewusste Geheimhaltung der beiden Blöcke des Kalten Krieges unnötig viel Tote und eine Verlangsamung der Entwicklung verursacht haben und Global bezogen auf die Menschheit betrachtet nur der weiteren Abgrenzung und dem Stillstand gedient haben. Eine offene Gesellschaft frei von Ängsten und schwanger mit dem Ideal des Dialoges und des Austausches, eine Gesellschaft in der jedes Glied die Breitschaft zur Unterstützung und Verständigung hat kann eine Gesellschaft sein, die frei ist von Schadenfreude, Gier, Ego Manie und Missgunst, eine Gesellschaft frei von Übeln. Auf den einzelnen bezogen kann dies mit dem Bestreben anfangen sich Wissen anzueignen und für den Dialog des Wissens bereit zu sein. Dabei das Bestreben zu entwickeln dem nächsten Unterstützung zu gewähren in allen Lebenslagen kann dazu führen, dass aus dem kleinen einzelnen eine globale Gemeinsamkeit geboren wird, ein Verständnis dafür, dass ein globales Überleben auf unserem Planeten nur Hand in Hand in Gemeinsamkeit aller Völker, Nationen und Menschen möglich ist. Unsere Zeitschrift ist ein Teil dieses Mosaiks, in verschiedenen Sprachen ist sie als Boje in der hohen See der Ungewissheit eine Positionsmarke für Dialog und Unterstützung. Ein Ort auf dem Allein man sich nicht ausruhen kann, eine Marke die einem viel mehr zeigt, dass es von hier aus weitergehen muss. Nicht das Ziel, nicht die Endstation des Denkens, sondern ein Hinweis zu höherem.

 

Daher fliehe die Konventionalität und das Profane und komme an im Nirvana der Fülle des individuellen Kosmos, so wie der Phoenix Gleiche, der Paupernaut auf seiner Reise durch den punktuellen Nichtraum, allerfassend und erleuchtet durch das Wissen, welches sein Band zur Zeit und zum Geldäther abgerissen hat. Sei arrogant und elitär, aber nicht exklusiv, nutze dein – nicht selten akademisches – Prekariat als Chance. Entledige dich des Überflüssigen und befreie Dich und Deine Umgebung von Ballast … Sei ganz und gar Paupernaut, denn der Paupernaut ist ein Forscher und Entdecker … ein Abenteurer und Held … Prophet und Visionär einer präapokalyptischen Welt, der sich in das grelle Licht der Erkenntnis und Desillusionierung stellt.
Zum Rüstzeug dieses Abenteurers gehört ein Exzellenzbewusstsein als Träger von Geheimwissen, womit so schlicht wie süffisant Bildung gemeint ist, die dabei auch dunkle Ecken der Geisteswelt mit einschließt, sei DU dieser Pupernaut, welcher die Allmacht des reinen Wissens als Vehikel zu den Welten führt. Sei falschem Heldentum, Hab- und Machtgier abhold, kehre, einem Clochard ähnlicher als einem Verbraucher, heim zu Mutter Erde, um sie und Dich geistig neu zu beleben. Heute nur Einzelne(r), scheinbar ohne Mittel und Chance, wenn es besser werden soll, bald schon Viele. Denn der Name dieses Helden - Dein Name ist »Legion« denn Du bist Viele.

Unter dem Horaz-Motto Wenn die Welt geborsten einstürzt, werden die Trümmer einen Unerschrockenen treffen kehre ich, der ich der „First Human Paupernaut bin wieder zurück und raune diesen griechischen Fluch, preziös als wie von durchgegorenen Gnostikern oder proletarisch herausgespuckt, zur Parole der Dissidenz: Segrafa sta archidia-mu! Scheiß drauf. Ich schreib‘s mir auf die Eier.

Verbannt dachten Sie mich, die Schwierigkeiten sich schimpfenden Blinden meines Weges, doch Wiedergekehrt sag ich Euch, Sie waren wundersam schillernd Lichter im Dunkel der Linearität.

Wie entkam der einsame, illusionsresistente Selbstdenker und -fühler dem Absturz in Lebensverdruss und Verzweiflung nun? Mit einer Geheimwaffe aus den Hinterhof-Denkstätten der Kyniker, Epikuräer und Stoiker. Aus materieller Not wird Mehl für geistiges Brot sag ich Euch.
Diogenes, der melancholerische Abwendungspoet Ulrich Horstmann und der Rembetiko-»Guru« Markos Vamvakaris skizzierten mir eine speckfreie Lebenskunst: Die Wurstigkeit gegenüber unnötigem Ballast und die Abkehr von verdummter Empfangsbereitschaft. Die bettelmönchischen Schwächen und schöngeistigen Verlockungen so einer Verzichtsphilosophie stehen zur Diskussion. Die ungenierten Verwalter und Nutznießer des Volksvermögens wurden erst nervös, wenn sich mit dem »Scheiß drauf!« auch »Pflastersteine« verbanden, sprich, etwas Spürbares. Was wäre, wenn aus Stimmvieh, Loveparade-Lemmingen, Ich-bin-doch-nicht-blöden Alleskäufern solche würden, die tapfer bleiben und nur den Musen sich ergeben?

Von hier nun geh ich nun mit Euch auf die nächste Reise und nehme Euch mit, auf das was schon überfällig nun geboren werde.

 

Das Universum des Paupernauten (...in der nächsten Ausgabe)

 

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