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Giriş Tarihi : 18-05-2021 23:48   Güncelleme : 18-05-2021 23:48

Lungenkranke in Hessen ungleich verteilt

Rauchen und Feinstaub wichtige Faktoren / Kreis Waldeck-Frankenberg stark betroffen

Lungenkranke in Hessen ungleich verteilt

 

Bad Homburg. Wer raucht, ist von der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) deutlich häufiger betroffen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Der Anteil der Erkrankten liegt in Regionen, in denen laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes besonders viele Raucherinnen und Raucher leben, bedeutend höher. Bundesweit müssen 7,1 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner ab 40 Jahren mit dieser Diagnose leben. Hessen liegt insgesamt etwas darunter mit 6,5 Prozent.

Die COPD ist eine häufige Erkrankung der Lunge, bei der betroffene Patientinnen und Patienten typischerweise unter Atemnot, Husten und Auswurf leiden. Insgesamt sind in Deutschland laut Gesundheitsatlas 3,4 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt. Auffallende Spitzen gibt es in Hessen in den Kreisen Waldeck-Frankenberg (8,3 Prozent), Limburg-Weilburg und in der Stadt Offenbach (beide: 8,0 Prozent) sowie im Kreis Hersfeld-Rotenburg (7,9 Prozent). Der niedrigste Anteil findet sich mit 4,8 Prozent im Hochtaunuskreis – das ist auch einer der besten Werte bundesweit.

Im Vergleich der Bundesländer gibt es in Baden-Württemberg mit 5,8 Prozent recht wenig Betroffene, gefolgt von Sachsen (6,0 Prozent) und Bayern (6,2 Prozent). Ganz vorn hingegen ist Berlin mit 8,6 Prozent. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter und erreicht ihren Höhepunkt bei den 85- bis 89-Jährigen. In dieser Altersgruppe waren bundesweit 16,4 Prozent der Männer und 11,6 Prozent der Frauen betroffen. „Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern können durch das unterschiedliche Rauchverhalten bei Männern und Frauen erklärt werden“, so Dr. Angela Smith, leitende Ärztin bei der AOK Hessen. „In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten war der Raucheranteil in Deutschland unter den Männern stets deutlich höher als unter den Frauen.“

Doch auch andere Faktoren wie die Feinstaubbelastung oder die Sozialstruktur in den Regionen spielen eine Rolle. „Die kurzfristigen Auswirkungen von Feinstaub auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes und auf die Sterblichkeit bei COPD-Erkrankten sind gut durch Studien belegt“, bestätigt Dr. Smith.

Hinweis: Alle Zahlen beziehen sich auf die Gesamtbevölkerung (ab 40 Jahren) und nicht nur lediglich auf AOK-Versicherte.

Mehr Informationen: www.gesundheitsatlas-deutschland.de