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Giriş Tarihi : 15-07-2021 18:50   Güncelleme : 15-07-2021 18:50

Wie man das Krebsrisiko verringert

AOK Hessen: Gesunder Lebensstil ist die beste Prävention

Wie man das Krebsrisiko verringert

 

Bad Homburg. Was hilft wirklich präventiv gegen Krebs? Dr. Angela Smith, leitende Ärztin bei der AOK Hessen, erklärt, was dazu beiträgt, das Krebsrisiko zu reduzieren und wo die Grenzen liegen.

Nicht für alle Krebserkrankungen lässt sich das Risiko aktiv verringern, denn häufig ist Krebs ein Zufallsereignis. „Je älter der Mensch wird, desto mehr Fehler sammeln sich in seiner Erbinformation an. Bösartige Krankheiten werden daher wahrscheinlicher“, sagt Medizinerin Smith. Von rund 500.000 Menschen, die pro Jahr in Deutschland eine Krebsdiagnose erhalten, fällt der größte Anteil laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten auf die Gruppe der über 65-Jährigen. Obwohl man seine Risiken nie auf null senken kann, lassen sie sich beispielsweise für Lungen-, Darm-, Haut-, Leber-, Nieren- und Brustkrebs durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflussen. Etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit vermeiden.

Rauchen und Alkohol

Tabakrauch enthält nachweislich krebserregende Substanzen und ist das größte vermeidbare Krebsrisiko – und das nicht nur für Lungenkrebs. Es lohnt sich in jedem Alter, Nichtraucher zu werden. Jedes Jahr zählt. Alkoholkonsum steht ebenfalls in Verbindung mit zahlreichen Krebsarten. Darunter Mund-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Brust-, Darm-, und Leberkrebs. Der beste Schutz ist der Verzicht auf Alkohol. Männer sollten nicht mehr als 20 Gramm Alkohol und Frauen nicht mehr als zehn Gramm Alkohol pro Tag aufnehmen, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hin. Zehn Gramm Alkohol stecken zum Beispiel in einem Glas Bier (280 bis 330 ml), Wein (150 bis 180ml) oder Schnaps (30 bis 40ml). Ist das Krebsrisiko bereits erhöht, zum Beispiel bei familiärer Vorbelastung, wird zu vollständiger Abstinenz geraten.

Ernährung und Bewegung

Sich gesund und ausgewogen zu ernähren heißt, häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse zu essen. Auf kalorienreiche Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten oder industriell verarbeitet sind, sollte möglichst verzichtet werden. Zudem sollten rotes Fleisch, Wurst und Schinken oder salzreiche Kost nur selten auf dem Speiseplan stehen. Ganz wichtig: Normalgewicht halten. „Zwischen Übergewicht und dem Risiko für mindestens 13 Krebsarten ist ein Zusammenhang nachgewiesen worden“, sagt Smith. Schätzungsweise etwa 6 Prozent der Krebsneuerkrankungen der 35- bis 84-Jährigen gingen 2018 in Deutschland zudem auf geringe körperliche Aktivität zurück. Menschen, die sich regelmäßig bewegen, senken ihr Risiko für einige der häufigsten Krebsarten. So konnte in Studien belegt werden, dass Bewegung beziehungsweise Sport das Risiko für Dickdarmkrebs und wahrscheinlich für Brust- und Gebärmutterkörperkrebs, senkt.

Früherkennung rettet Leben

Werden Säuglinge gegen Hepatitis B geimpft, senkt man das Risiko für Leberkrebs. Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) bei Kindern und Jugendlichen vor dem ersten Sexualkontakt reduziert später das Krebsrisiko für Gebärmutterhalskrebs, Penis- und Analkrebs, Vulva- und Scheidenkrebs sowie sogenannte Kopf-Hals-Tumoren. Und was glücklicherweise fast immer gilt: Wird Krebs im Frühstadium entdeckt, so kann er oft gut behandelt werden und es besteht Aussicht auf Heilung. Durch die Früherkennungsuntersuchungen lassen sich Vorstufen oder Tumore in einem frühen Stadium entdecken. Bei der Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs können die krebsverdächtigen Vorstufen gleich im Zuge der Untersuchung entfernt werden. So kann die Entstehung von Krebs sogar verhindert werden.